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Flammkuchen-Abend

Flammkuchen-Abend

Zu meiner Jugendzeit (HaDe schreibt ... ) wurde im Kellergeschoß des Château Langenberg bei Wissembourg Elsäßer Flammkuchen serviert - die Geselligkeit in diesem Kellergeschoß zog Jung und Alt gleichermaßen an. Diese Stimmung zu beschreiben ist nicht ganz einfach, da sich eine solche Atmosphäre heute kaum mehr erleben läßt - oder doch? Aber der Reihe nach ...

Alle Gäste saßen gemeinsam an langen Tischen. Richtig hell war es nicht. Es wurde natürlich noch geraucht im Lokal. Zu vorgerückter Stunde wurde der Flammkuchen auch schon mal mit der Kippe im Mundwinkel serviert. Man saß beisammen und redete. Redete über Jean-Paul Sarte oder den Hund am Nachbartisch, der kurz zuvor draußen an der Bank das Bein gehoben hatte, oder über andere weltbewegende Dinge. An der einen Seite des Kellerraums standen Körbe mit dem Teig, der ausgerollt, belegt und als Tarte Flambée in die Holzbacköfen geschoben wurde. Manchmal gab es grünen Salat, mit Knoblauch, zum Tarte Flambée - manchmal nicht. Côtes du Rhône gab es immer, immer reichlich. Aber wir konnten ihn uns nicht immer leisten - es gab auch noch offenen Rouge in der Karaffe, der war gut, meistens, und günstig. Vom Côtes du Rhône hatte man am nächsten Morgen noch rote Lippen. Vielleicht aber auch vom Knutschen - denn es waren die letzten Flower-Power Jahre im Elsass und in der Pfalz. Knutschen gehört dazu, wie das Javaanse-Drehen und die Gitanes Maisblatt, von denen man gelbe Finger bekam. Auch dazu gehörte das Gitarrenspiel - oft mit Gesang. "Morning Has Broken" - manchmal schon abends um neune. Laut war's immer. Laut war's auch wegen der Diskussionen, die waren manchmal heftig - am Ende aber immer versöhnlich. Tolerante Menschen tranken und aßen stundenlang in diesem Kellergeschoß. Man trank ohne Promillegrenze. Man saß an langen, dunklen Holztischen. Auf den Tischen lagen Holzbretter, auf denen die Flammkuchen geschnitten wurde. Die Flammkuchen wurden nicht bestellt, sondern der Kellner lies sie immer wieder frisch gebacken auf die Bretter gleiten. Pro Flammkuchen gab's ein Kreidestrich auf den Tisch - für's Finanzamt. Jeder am Tisch angelte sich ein Stück. Die angeregte Unterhaltung musste nicht durch Bestellen beim Kellner unterbrochen werden. Irgendwie war Flammkuchenessen auf dem Langenberg immer völlig entschleunigt, sorglos, einfach, zwanglos - und meist ziemlich lustig und stressfrei.

Auch heute ist es immer noch so, dass Flammkuchen am besten schmecken, wenn sie direkt aus den Flammen des Ofens frisch auf den Tisch kommen. Unsere Flammkuchenabende im "Le fin gourmet REBLUCHS" knüpfen ein klein wenig an die damalige Zeit an. Der lange Tisch holt alle zusammen, niemand sitzt alleine. Gemeinsam essen und Raum für Kommunikation - ohne Hektik, ohne bestellen zu müssen - ist reichlich vorhanden. Einen Flammkuchen nach dem anderen in gemütlicher Runde genießen - genau so machen wir das. Während die Gäste plaudern, werden bereits die nächsten Flammkuchen gebacken und nach und nach aufgetragen. "Flammkuchenabend beim REBLUCHS" bedeutet, man ißt und trinkt den ganzen Abend in geselliger Runde - wie früher.

Ein bisschen einfacher haben wir es aber gemacht, im Vergleich zu früher: Damit nicht immer mitgerechnet werden muss, ".. was haben wir denn schon verzehrt ...", gibt's einen Pauschalpreis. Jeder ißt und trinkt was er will und soviel er will - den ganzen Abend. Und noch etwas hat sich geändert, im Vergleich zu früher: Neben den klassischen Varianten mit Speck und Zwiebeln servieren wir ebenso vegetarische Flammkuchen, beispielsweise mit Schafskäse und Paprika. Vegane Varianten sind ebenfalls möglich. Da vegane Tarte Flambée (noch) eher selten verlangt werden, bitten wir darum, uns vegane Reservierungen in größerer Zahl unbedingt vorab per E-Mail mitzuteilen.

Unser Gastraum ist zwar nicht so spelunkenmäßig gemühtlich wie's damals auf dem Château Langenberg war, aber er ist trotzdem sehr gemühtlich und vor allem anders, als ein "normales Lokal". Wir befinden uns in einer Lagerhalle. Diese wurde extra mit einem großen Türelement versehen, damit die Gäste das Flammkuchenbacken in Sichtweite miterleben können. Vor dem Türelement steht ein seitlich komplett offener Überseecontainer, in dem die Holzbacköfen stehen und in dem gebacken wird. Ein ideales Ambiente um einen stimmungsvollen Abend zu erleben.

Unsere Flammkuchenabende sind auch ideal für Gruppenbuchungen (Feiern mit Freunden, Ausflüge, Firmen-Weihnachtsfeiern usw.). Pro Person gilt ein Pauschalpreis inkl. aller Flammkuchen, Mineralwasser, Apfelschorle, Limo-Limtte, Limo-Orange, Hausweine (rot, weiß, rosé) Radler und Bier. Weitere Getränke (Crémant, Weine, Espresso usw.) können gerne bestellt werden, diese sind seperat zu bezahlen. Reservierungen per E-Mail werden gerne berücksichtigt, ebenso können Reservierungen bereits vorab hier im Shop getätigt werden (z. B. um einen Flammkuchenabend zu verschenken). Wir reservieren solange Plätze zur Verfügung stehen ...

Falls nicht anders angekündigt, backen wir in aller Regel nach traditioneller Art und über Holzfeuer folgende drei Varianten: a) mit Rahm, Speck und Zwiebeln, b) mit Rahm, Speck, Zwiebeln und Käse c) mit Rahm, Zwiebeln, Schafskäse und Paprika. Nach Absprache und bei vielen Gelegenheiten servieren wir aber auch gerne exotische oder saisonale Varianten. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Wünsche oder Ideen haben.