Bereits im Jahr 2017, damals noch in der alten Heimat, hatten wir den Gedanken, dass regional erzeugte Produkte eine bessere Vermarktung verdienen. Viele Verbraucher kaufen beispielsweise Kartoffeln im Supermarkt, die aus Israel oder Agypten zu uns transportiert werden, während die heimischen Bauern bei der Warenbeschaffung von den Supermarktketten nicht berücksichtigt werden. Auf diesem Gebiet im Großen etwas zu verändern, bedarf sicher enormer Anstrengungen. Im Kleinen läßt sich aber etwas verändern. Nicht "alles" sofort und auf einmal, aber man kann sein eigenes Verhalten durchaus hinterfragen.
Wir haben uns daher gefragt, ob es auf Dauer sinnvoll ist, weiterhin unsere Mehle von weither zu beziehen, obwohl wir doch eigentlich mitten im Getreideanbau sitzen.
Die erste Idee, Brotbackmischungen aus regionalem Getreide zu entwickeln, hatten wir zum ersten Mal, als wir uns am jetztigen Standort angesiedelt haben. Viele Faktoren spielen bei einem derartigen Projekt eine Rolle und manche entpuppen sich erst bei genauem Hinsehen als nicht so ganz einfach lösbar. Viele Fragen mussten beantwortet werden. Gibt es überhaupt Anbieter in der Region und was wird von ihnen auf welche Art und Weise produziert? Wer kann Getreide liefern, das unseren Anforderungen entspricht? Wie kann eine möglichst frische Vermahlung sichergestellt werden? Welche Maschinen/Mahlwerkzeuge werde benötigt, um gutes Brotmehl herstellen zu können? Wie können wir selbst in den erforderlichen Mengen produzieren? Ist es vielleicht einfacher in Kooperationen zu arbeiten? Wenn man mit kleinen, regionalen Partnerbetrieben arbeitet, ist es wegen der Ausfallsicherheit evtl. angeraten, mit mehreren Partnern zusammenzusarbeiten? Wie können kurze Weg realisiert werden, damit das Lager für bereits abgefüllte Brotbackmischungen möglichst klein gehalten werden kann? Welche Rezepturen können mit den regionalen Getreiden lecker umgesetzt werden? Mit wievielen Sorten wollen wir an den Start gehen? Welche Maschinen müssen wir zum Abfüllen anschaffen? In welchen Gebinden, Größe, Materialien, wollen wir abfüllen? Wie sollen die Verpackungen aussehen? Welche Namen sollen die jeweiligen Rezepturen bekommen? Diese und einige andere Fragen galt es zu beantworten, bis wir endlich die ersten Rezepturen zusammenstellen und probebacken konnten.
Mittlerweile können wir sagen, dass wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden sind und uns dieses Projekt sehr viel Freude bereitet. Drei Brotbackmischungen vom REBLUCHS sind seit heute am Start: HEIMAT-KANTEN, SEEN-KRUSTE und ROGGER-BROUD. Lasst es Euch schmecken - aus der Region, für die Region!











