Das Angebot an Weinen auf der Welt ist unermeßlich groß. Dass wir in der Genusswerkstatt französische Weine ausschenken, liegt daran, dass wir uns die letzten Jahre ein wenig mit den Anbaugebieten, den Besonderheiten, den Produzenten und den Weinmachern befasst haben - auch mit den Bewertungsmaßstäben und sogenannten "Weinpäbsten".
Wir haben auch dieses Jahr wieder einige Flaschen verkostet. Manche haben uns begeistert, andere haben es nicht auf unsere neue Weinkarte geschafft. Der Maßstab, den wir anlegen ist einfach: Wir wollen Euch leckere, süffige Weine anbieten, die schmecken und von denen man gerne eine zweite Flasche trinken möchte. Das Sortiment haben wir aufgrund der Gespräche mit Freunden, Kunden und Gästen hier bei uns ausgewählt.
Wir bieten Euch einige trockene und halbrockene Weine an, die meist von kleineren Produzenten stammen und es wert sind, entdeckt zu werden. Spitzenweine müssen nicht unbedingt teuer sein. Unsere neue Weinkarte listet nicht alle Weine auf, die wir in unserer Mini-Vinothek vorrätig haben, fragt uns einfach, wenn Ihr euch auch noch für andere Weine interessiert.
Ein kleiner Hinweis zum Sortiment: Es kostet Zeit, die Auswahl zu sichten, die jeweiligen Flaschen zu probieren, einzukaufen, auszupacken und zu lagern. Daher kann ein kleines, dafür aber ausgesuchtes, Sortiment manchmal etwas teurer sein, als die gleiche Flasche im Internet. Beim Wein ist also auch die Vorauswahl ein Faktor, der mit in den Preis hineinspielt. Und, auch noch wichtig: Wein-Discounter gehen manchmal nicht fachkundig mit dem Lebensmittel Wein um. Das heißt, es kann dann schon mal passieren, dass eine Palette ein paar Tage in der Sonne steht, bis sie aus dem Zwischenlager weitertransportiert wird. Fachgroßhändler wissen um dieses Problem und stellen die Lieferkette entsprechend qualitatief sicher - mit ein Grund, warum die Weine bei einem guten Importeuer meist auch schon etwas teurer sind. Wenn der Wein aber einen "Schuss" hat, dann ist er nicht mehr zu retten. Beim Verbraucher kommt er häufig dennoch ins Glas, mit dem Ergebnis, das er nicht (mehr) schmeckt. Das kann sein, muss nicht sein. Ich erwähne es, weil ein sachkundiger Umgang mit dem Lebensmittelwein sich auf den Preis auswirken kann und der etwas teurer bezahlte Tropfen des gleichen Weins unter umständen eben besser ist, als der günstige, der auf dem Hof vom Spediteuer wochenlang von der Sonne verwöhnt wurde. (Für Menschen, die sich neu mit dem Thema Wein befassen und anfangs vermutlich mehr Fragen als Antworten haben, wäre somit eine kleine Frage auch wieder geklärt.)








